Kunst ist der Spiegel der Seele
Tauben, Eulen und Störche als Sinnbilder der Freiheit

Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker (l.) begrüßt Dr. Franck Hamid Taghavi in der Kunsthalle des Bezirksrathauses Lindenthal. | Foto: Thome
  • Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker (l.) begrüßt Dr. Franck Hamid Taghavi in der Kunsthalle des Bezirksrathauses Lindenthal.
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Lindenthal - Die Ausstellung „Die Kunst ist der Spiegel der Seele“ von Dr.
Franck Hamid Taghavi wurde mit einer Vernissage in der Kunsthalle des
Bezirksrathauses Lindenthal eröffnet. Der im Iran geborene und heute
in Frankreich lebende Künstler entdeckte seine Liebe zur Kunst
bereits in seiner Kindheit. Damals verbrachte er viel Zeit in der
Werkstatt seines Großvaters, einem Meister der persischen
Kalligrafie, und erlernte daneben die persische Miniaturmalerei von
befreundeten Künstlern. Nach dem Studium der Chemie beschäftigte er
sich in Frankreich intensiver mit moderner Kunst und kombiniert
seither zeitgenössische westliche Einflüsse mit den traditionellen
persischen Künsten.

Die ausgestellten Werke zeigen daher eine breite Palette an Techniken,
Formaten und Materialien. Besonders hervorstechend zeigt sich eine
kleinformatige Serie, deren fluoreszierende Farben unter Schwarzlicht
zum Leuchten gebracht werden. Das Licht, eine bedeutende Komponente in
Taghavis Werk, gibt auch Hinweis auf die ideelle Botschaft der
Kunstwerke. Denn für Taghavi ist Kunst nicht reines Dekor, sondern
ein Spiegel der menschlichen Seele und Ausdruck der spirituellen
Persönlichkeit des Künstlers. Durch die Auseinandersetzung mit der
Kunst kann der Betrachter seine eigene, innere Kunst sowie die
Schönheit der Schöpfung entdecken und auf diesem Wege ein Stück
Erleuchtung gewinnen.

„Wenn wir alle unsere Umwelt näher betrachten, können wir
feststellen, dass überall Kunst zu finden ist“, so Taghavi. Die
allgegenwärtige Kunst wiederum sei eine Quelle der Kraft, aus der ein
Mensch Frieden schöpfen könne.

Vermittelt wird diese Botschaft durch immer wiederkehrende Motive, die
in ihrer präzisen Wiedergabe von der tiefgreifenden Erfahrung des
Künstlers als Botaniker, Vogelkundler und Chemiker zeugen. Florale
Elemente wie Blätter, Blüten und Ranken, Wasserfälle, Gärten und
Insekten versetzen den Betrachter in Traumwelten, zu denen er über
die Identifikation mit den im Miniaturstil gemalten Rückenfiguren
leichten Zugang findet. Und immer werden die Bildwelten von Vögeln
bevölkert. Tauben, Eulen und Störche dienen dem Künstler als
Sinnbild der Freiheit. Gemeinsam mit Bildern, die kosmische Motive
beinhalten, spiegelt das Werkensemble so die Gesamtheit einer
friedvollen, im Kern künstlerischen Schöpfung.

„Wenn man sich mit Ihren Bildern beschäftigt, kann man ein Stück
dieses Friedens mitnehmen“, kommentierte Bezirksbürgermeisterin
Helga Blömer-Frerker die Ausstellung in ihrer Begrüßungsrede.
Blömer-Frerker fühlte sich durch die Werke an alte Vorstellungen von
Persien erinnert, als dem Land der Phantasie, der Träume, Paläste
und Prinzessinnen. Für den Künstler ist dies durchaus legitim. Er
ist der Meinung, dass jeder Mensch ein Bild anders betrachtet. Er gibt
daher keine Interpretation vor, sondern erlaubt es dem Betrachter,
einen individuellen Zugang zu den Bildern zu finden.

Die Ausstellung ist bis zum 5. Juni in der Kunsthalle des
Bezirksrathauses Lindenthal in der Aachener Straße zu sehen.

Nähere Informationen zum Künstler sowie eine umfangreiche
Werksgalerie finden sich unter http://www.art-and-spirituality.com

- Stefanie Thome

Redakteur/in:

RAG - Redaktion

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