Sportstätten nicht regionalligatauglich
Ein Dach muss her
Auch wenn es in der Rückrunde der Mittelrheinliga für die Spielvereinigung Frechen 20 bisher nicht optimal läuft, liegen die Frechener Kicker immer noch aussichtsreich auf Platz 3 der Tabelle. Die Regionalliga scheint möglich. Doch der Aufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse ist mit Auflagen verbunden, die aktuell keine Frechener Sportstätte erfüllen kann.
Die Lizenzauflagen des Westdeutsche Fußballverbands sehen eine Haupttribüne mit 150 überdachten Sitzplätzen, 800 Stehplätze, ein weiteres Kassenhäuschen, weitere Umkleidekabinen und Notausgänge sowie eine Sektorabtrennung zum Gästeblock vor. Damit die 20er also wirklich aufsteigen können, muss die Mannschaft sich wieder auf dem hohen Hinrunden-Niveau stabilisieren, Verein und Stadtverwaltung Geld in die Hand nehmen und schnell handeln.
Darüber wurde jetzt in einer Sondersitzung des Sportausschusses diskutiert. Das Ergebnis: Obwohl Frechen 20 fast die komplette Hinrunde auf Tabellenplatz 1 stand, fand sich die notwendige Ertüchtigung einer Sportstätte nicht im beschlossenen Haushalt der Stadt wieder.
Die Verwaltung teilte am Montag außerdem mit, dass es ihr nicht möglich ist, dem Verein bis Ende Juli 2024 eine regionalligataugliche Sportanlage zur Verfügung zu stellen. Zur Ertüchtigung in Frage kommen die Hauptkampfbahn im Kurt-Bornhoff-Sportpark und die Sportanlage in Habbelrath.
Eine eingehende Prüfung aller Sportstätten soll extern vergeben werden. Dafür wurden 50.000 Euro an Planungskosten in den Haushalt eingestellt. Im Juni soll die Standortfrage abschließend geklärt werden. Auf ein regionalligataugliches Stadion darf die Spielvereinigung Frechen 20 frühestens nach der Saison 2024/2025 hoffen.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
Kommentare
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.