Explosionen führen ins Drogenmilieu
Polizei und Staatsanwaltschaft geben Details bekannt

Das Polizei Präsidium Köln. Symbolfoto. | Foto: Csaba Peter Rakoczy

Die am vergangenen Freitag (5. Juli) und Samstag (6. Juli) festgenommenen sechs Tatverdächtigen (zwischen 22 und 29 Jahre) befinden sich seit Samstag (6. Juli) bzw. Sonntag (7. Juli) in Untersuchungshaft. 

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Spezialeinsatzkräfte der Polizei während eines Zugriffs. Symbolbild. | Foto: Pixelkram - stock.adobe.com

Mehrere Einsätze von Spezialeinheiten
Entführte aus Wohnhaus befreit

Am Freitag (5. Juli) haben Spezialkräfte um kurz nach 17 Uhr zwei von Bochum nach Köln Entführte aus einem Wohnhaus in Köln-Rodenkirchen befreit, vier Tatverdächtige festgenommen und scharfe Schusswaffen sichergestellt. Im Zuge weiterer Ermittlungen drangen Spezialeinheiten noch in der Nacht sowie am Samstag in weitere sechs Wohnungen - überwiegend im rechtsrheinischen Köln - ein, wo sie zwei weitere Männer festnahmen. Der Polizeieinsatz ist noch nicht abgeschlossen. Die Vernehmungen der...

Gegen fünf Beschuldigte besteht der Verdacht der gemeinschaftlichen Geiselnahme und der gefährlichen Körperverletzung. Der sechste Tatverdächtige steht im Verdacht, Beihilfe zur Geiselnahme geleistet zu haben und gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben.

Im Nachgang zu den Maßnahmen am Freitag und Samstag hat die Polizei einen weiteren Tatverdächtigen in Engelskirchen (7. Juli) festgenommen, der mutmaßlich an der Tat beteiligt gewesen sein soll, und Bargeld und Mobiltelefone sichergestellt. Der Beschuldigte wird heute einem Haftrichter vorgeführt wegen des dringenden Tatverdachts der Geiselnahme.

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Ein Polizist telefoniert gerade am Einsatzort. Symbolbild. | Foto: hercher - stock.adobe.com

Zeugenaufruf
Polizei fahndet nach mehreren Explosionen in Mülheim und Engelskirchen

Bei der Zündung von mutmaßlich einem pyrotechnischen Gegenstand im Eingangsbereich eines Wohnhauses in der Keupstraße in Köln-Mülheim sind in der Nacht zu Samstag (29. Juni) mehrere Scheiben und die Eingangstür des Gebäudes stark beschädigt und deformiert worden. Nach aktuellem Stand sind die Wohnungen in den oberen Etagen nicht betroffen und weiterhin bewohnbar. Von einem hohen Sachschaden ist jedoch auszugehen. Verletzte gibt es nicht. Die ermittelnden Kriminalbeamten haben noch in den frühen...

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen derzeit aufgrund personeller Verbindungen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Geiselnahme und den drei Explosionen in Köln am 29. Juni und am 30. Juni sowie der Explosion in Engelskirchen am 1. Juli und der Explosion in Duisburg Hochemmerich in der Nacht zu Freitag (5. Juli) besteht und die Tathintergründe im Bereich des organisierten Drogenhandels liegen.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist Hintergrund eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei Tätergruppierungen nach einem streitbehafteten Drogengeschäft, bei dem Betäubungsmittel im Wert eines Millionenbetrages unterschlagen worden sein sollen. Die intensiven Ermittlungen, die auch in die Niederlande führen, dauern an.

Weitere Details können aus ermittlungstaktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt werden. Ob Verbindungen zu einer Explosion in Solingen am 25. Juni bestehen, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. Hinweise auf einen möglichen politischen Hintergrund hinsichtlich der Explosionen liegen nach wie vor nicht vor.

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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